NEWS von hier und da, von gestern und heute

KURZ & KNAPP

19 (2013-06-09) BERND JÜRGEN MORCHUTT

 

Prominente Gäste: Ute Oberhoffner, Horst Hörnlein, Andrè Lange, Jan Behrendt, Jens Müller und Hans Rinn (von links)


Ilmenauer Schlittenscheune öffnete ihre Tore

Viele wissen gar nicht, dass Ilmenau unser deutsches Mekka der Rennrodler und Bobfahrer ist. Die Geschichte des Bob- und Schlittensports reicht zurück bis 1908 als erste Rennen am Gabelbach und seit 1926 am Lindenberg stattfanden. Bis Mitte der 1930er Jahre steuerten Bobpiloten ihre heißen Kufen-Konstruktionen talwärts. Die Geschwindigkeiten wurden immer höher und bedauerlicherweise häuften sich Stürze mit tragischen Folgen. Der Bobsport musste aufgegeben werden.


Man konzentrierte sich fortan aufs Rennrodeln. Die künstlich angelegte Lindenberg-Bobbahn erwies sich aber auf Dauer als zu witterungsanfällig. 1962 konnten letztmalig in Ilmenau DDR-Meisterschaften auf Natureis ausgetragen werden. In Mitteleuropa wurde es Zeit für die Ära der Kunsteisbahnen. Die Ilmenauer Spitzenath-

leten starteten seitdem vorwiegend für die Sportklubs in Oberhof oder Oberwiesenthal. Die Medien bejubelten ihre vielen Erfolge, aber die Heimatstadt blieb leider meistens unerwähnt.        

                                                                                                                   Zwei Enthusiasten sorgen nach dreijähriger Vorbereitungs- und achtmonatiger Bauzeit nunmehr dafür, dass Tradition und Gegenwart des Ilmenauer Schlitten- und Bobsports wieder stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Norbert Wagner sammelte und restaurierte über fünfzehn Jahren alte, teilweise verrottete Schlitten verschiedenster Epochen.

 

Roland Hollaschke, ehemals aktiver Rennrodler und Trainer, kam als Insider mit Kontakten zur Rodel- und Bobszene hinzu. Beide hatten schließlich die Idee, den angehäuften Fundus in einem Museum zu präsentieren. Norbert Wagner stellte seine auf einem Hinterhof der Langewiesener Straße befindliche Scheune zur Verfügung. Die Obrigkeiten der Stadt und die einheimischen Korifeen des Wintersports unterstützten tatkräftig das Projekt.    

 

Am 24. Mai 2013 war es dann soweit – die vom Traditions-verein Schlitten und Bob Ilmenau e.V. betriebene Ausstellung wurde eröffnet. Die Vereinsmitglieder und weitere 140 Gäste erschienen zum feierlichen Opening – unter den Gästen waren der Oberbürgermeister von Ilmenau, Gerd-Michael Seeber, und ehemalige Olympiasieger und -medaillengewinner beider Sportarten. 

                                                                    

Den Besuchern des Museums werden auf 160 Quadratmetern 60 historische Schlitten, Bobs und Rennrodel gezeigt, darunter auch Wolfgang Scheidels Gold-Einsitzer von Sapporo 1972. Auf zahlreichen Schautafeln erfährt der Interessierte alles über die glorreiche Ilmenauer Schlitten- und Bobhistorie. Die Schlittenscheune (www.schlittenscheune.de) wurde auch in das offizielle Sightseeing-Programm der Goethe- und Universitätsstadt Ilmenau aufgenommen.


Wie der Vereinsvorsitzende Roland Hollaschke gegenüber laptopwerk.de betonte, streben die Initiatoren keine Konkurrenz zur Wintersport-ausstellung in Oberhof oder zum Sportmuseum Marzahn/Hellersdorf an.Es geht ihnen allein um die Würdigung der einheimischen Eisrinnenkönige. Thüringen-Touristen und Wintersportfans sollten sich die vierzigminütige fachkundige Führung durch die Ilmenauer Eiszeit nicht entgehen lassen.

Bernd Morchutt (9.06.2013)

Fotos: Archiv Schlittenscheune

 

Sehen Sie auch IM BILDE "In Ilmenau ist nicht nur der Himmel blau"

 

18 (2013-05-16) BERND MORCHUTT

Auf nach Island!

Da ich gern und viel verreise, bin ich sehr oft Ausländer und freue mich, in anderen Ländern offen und herzlich aufgenommen zu werden. Die Textzeile aus dem Musical CABARET kommt mir dabei häufig über die Lippen. Deshalb interessierte mich auch eine Studie des „World Economic Forum“ über den weltweiten Tourismus, in die 140 Länder einbezogen waren. Ein Jahr lang wurde bis Ende 2012 überall folgende Frage gestellt: „ Wie willkommen sind ausländische Besucher in ihrem Land?“

Die Ergebnisse sind erstaunlich und in vielenFällen unerwartet (siehe Karte: Blau sehr und Rot weniger willkommen). Zu den Ländern, die am freundlichsten gegenüber Ausländern sind, gehören Island, Irland, Portugal, Belgien, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Neuseeland, Kanada, Thailand, Mali, Senegal, Jemen, Vereinigte Arabische Emirate und Marokko. Auch die meisten anderen Westeuropäer werden hoch eingestuft.

Eine sehr überraschende Ausnahme ist Dänemark, das sich in derselben unfreundlichen Kategorie befindet wie Rumänien, Polen und Ungarn. Noch schlechter schnitten die Slowakei und Bulgarien ab. Als wesentlich offener wurden die Tschechische Republik, Slowenien und Kroatien eingestuft. Die Länder, die sich am wenigsten über ausländische Besucher freuen, sind Bolivien, Venezuela und Russland. Eine Einstufung als unfreundlich erhielten auch Iran, Pakistan und Saudi-Arabien aus dem Mittleren Osten und Staaten wie China und Südkorea.

Es gibt keine schlüssige Theorie, woher diese Differenzen stammen. Es liegt weder am Lebensniveau noch an der Anzahl von Touristen. Die USA zum Beispiel – das Land mit der „Statue of Liberty“ - landete abgeschlagen auf Platz 102. Es wird vermutet, dass es einen Zusammenhang zwischen mangelnder Gastfreundschaft und Nationalismus gibt. Das mag das unbefriedigende Abschneiden von China, Russland oder Südkorea erklären. Auch Deutschland, Japan und die USA – in deren Geschichte der Nationalismus stark verankert ist, reichen nicht an die ausländerfreundlichsten Länder heran. Gewiss gibt es noch eine Reihe weiterer Faktoren. Vielleicht sind auch die Gäste nicht immer schuldlos, wenn die Gastgeber sie nicht mögen! Das könnte die schlechte Platzierung Dänemarks erklären, denn 50 Prozent der ausländischen Touristen reisen aus dem südlichen Nachbarland an.

 Bernd Morchutt (nach Max Fisher/Washington Post, March 2013)

17 (2013-04-25) BERND MORCHUTT

Foto: Archiv Morchutt

     Fast so unbeliebt wie

Holzfäller

Seit 25 Jahren ermittelt CareerCast.

com die besten und schlechtesten Jobs in den USA. Bei diesem Ranking landete diesmal der Zeitungsreporter auf dem 200. und damit letzten Platz.


Im ersten „Jobs Rated Report 1988“ kam immerhin noch Position 126 heraus. Was ist der Grund für das miese Image? Stress, Zeitdruck, geringe Bezahlung und der enorme Druck, immer eine passende Story liefern zu müssen, werden als die entscheidenden Ursachen vermutet.


Ähnlich unbeliebt sind nur noch der Holzfäller (199), Soldaten und Unteroffiziere (198), Schauspieler (197) und Bohrinselarbeiter (196).

Unsere Kollegen Fotojournalisten belegten in dieser Auflistung auch nur den Platz 188. Sogar die Tellerwäscher waren besser (187).


Die angesagtesten Jobs 2013 sind: Versicherungsmathematiker, Biome-

dizintechniker und Programmierer. Das sollten wir unseren Kindern und Enkeln bei deren Berufswahl vor Augen halten.

 

Bernd Morchutt (Kress Mediendienst 25.04.2013)



Foto: Archiv Morchutt

16 (2012-10-15) BERND MORCHUTT   
 

    Nun ohne Schläger

Dieser Tage las ich folgende Pressemeldung:  „Tennisprofi Rainer Schüttler, 36, beendet seine Karriere.“ Für Insider sicher  nichts Überraschendes, wenn die Nummer 846 der Tenniswelt den Schläger  beiseitelegt. Ich zähle mich beileibe nicht zu den Experten dieses Sports,  obwohl ich aus alter Verbundenheit mit seinem Heimatland ein wenig die Laufbahn  von Novak Djokovic verfolge.

 

Interessant wurde die Nachricht für mich, weil  Schüttler nunmehr die Seiten wechselte und gemeinsam mit Ion Tiriac (sprich Tsiriak) die Lizenz des World  Team Cups in Düsseldorf kaufte. Den ehemaligen Becker-Manager sieht er als  seinen Lehrmeister für den neuen Lebensabschnitt. Vom Rumänen Tiriac kann man gewiss eine Menge lernen.

 

Zum Beispiel, wie werde ich in zwanzig Jahren zum ersten  Milliardär Rumäniens. Oder – wie organisiere ich mit Geld-, Versicherungs- und Autogeschäften ein
Vermögen von knapp zwei Milliarden EURO. Auch Tiriacs früherer Doppelpartner  Ilie Nastase profitierte vom Geschäftssinn des Kronstädters. Mal schauen, ob  Rainer Schüttler in ein paar Jahren auch in der Forbes-Weltrangliste auf Platz  846 auftaucht.

 

Bernd Morchutt

 

 

15 (2012-08-31) BERND MORCHUTT

Wie die Axt im Walde

Die besten Sportholzfäller treffen sich in wenigen Tagen (07. und 08.09.2012) in der norwegischen Olympiastadt Lillehammer zu ihren Weltmeisterschaften. Über 100 Athleten aus 24 Nationen treten zur STIHL TIMPERSPORTS WM 2012 an. Sie kämpfen in der Olympiastadt von 1994 in jeweils drei Axt- und Sägedisziplinen um Medaillen.

 

Am ersten Tag findet der Teamwettbewerb mit vier Startern pro Land in vier Holzfäller (Lumberjack)

-Sportarten statt.

Dieses Spektakel hat als Hochleistungssport mit der herkömmlichen Forstarbeit fast nichts mehr gemeinsam. In der Disziplin „Single Buck“ wird mit einer zwei Meter langen Einmann-Zugsäge gearbeitet. Beim „Springboard“ zum Beispiel stehen die Athleten in zwei Meter Höhe auf schmalen Brettern und treiben die Axt sicher und präzise in das Holz. Im Wettbewerb „Hot Saw“ werden mit einer extrem getunten heißen Renn-Kettensäge Holzscheiben in vorgegebener Breite von einem Stamm abgetrennt.

 

Chancengleichheit ist auch in diesem Sport wichtig, deshalb kommt das Material aus speziellen Nutzholzplantagen. Die Weiterverarbeitung des im   Wettbewerb geschlagenen Holzes ist ebenfalls gesichert.

 

Bernd Morchutt

Quelle: www.stihl-timbersports.de/norwegen-weltmeisterschaft-2012

 



14 (2012-07-23) BERND MORCHUTT

Foto: Bodega Iniesta

Mal einen Iniesta probieren

Nachdem sich laptopwerk in den letzten Wochen als nichtkommerzieller Marketingpartner der Klosterbrauerei Neuzelle outete, soll dieser Beitrag kurz und knapp einem Getränk gewidmet sein, das innerhalb und außerhalb von Klostermauern auch sehr beliebt ist. Es geht um Wein – ob er rot oder weiss sein sollte, das muss jeder für sich entscheiden.

 

Fußball und Bier gehören zusammen wie Eisbein und Sauerkraut. Wer denkt bei Fußball schon an Wein?  Doch es gibt einen Fußballer, dessen Spielweise mit dem „feinen Bouquet“ eines Rotweines vergleichbar erscheint: Andres Iniesta.

 

Genau dieser Weltmeister vom FC Barcelona investierte einen Teil seines mit Ballkünsten verdienten Salärs in das familiäre Weingut in Fuentealbilla. Dort in der Weinbauregion La Manchuela nahe Valencia startete sein Vater Jose‘ Antonio Iniesta in den 90-zigern mit einem zehn Hektar großen Weinberg.

 

Inzwischen ist das Weingut auf 120 Hektar angewachsen und erreichte den Status einer Bodega, die den gesamten Prozess von der Traube bis zum Vertrieb am Ursprungsort vereint. Wer diese Weiss- und Rotweine probieren möchte, sollte nach den Marken CORAZON LOCO oder FINCA EL CARRIL Ausschau halten. Auf diese Weise bleibt der Fußballer Iniesta auch nach seiner Sportlerkarriere in aller Munde.

 

Bernd Morchutt, 23.07.2012



13 (2012-06-30) GERT RICKERS.

Bitte um "Amtshilfe":

Wer kennt einen solchen Stein?

12 (2012-06-25) BERND MORCHUTT

Ausgelassenen Freude beim alten und neuen Europameister Südtirol. Foto: Europeada

Deutsche Europameister aus Italien

Das klingt irgendwie nach EM-Halbfinale Deutschland gegen Italien. Ist aber falsch. Das Team der Deutschen Volksgruppe aus Südtirol (I) verteidigte seinen Titel als Fußball-Europameister der nationalen autochthonen Minderheiten.


Das Finale der EUROPEADA 2012 fand am vergangenen Samstag in Bautzen statt. Die Deutschen Südtiroler gewannen mit 3:1 gegen die Roma aus Ungarn (H).

Platz 3 belegte die Kroatische Minderheit aus Serbien (SRB), die sich gegen die Kärtner Slowenen (A) mit 1:0 durchsetzte. Die Lausitzer Sorben (D) scheiterten bei ihrer Heim-EM im Viertelfinale mit 0:1 an den Spielern aus Ungarn, auf deren Trikots „GYPSY“ stand.

 

Die vorherige Gruppenphase beendeten unsere Sorben als Zweitplatzierte hinter den Kärtner Slowenen, denen sie im direkten Vergleich mit 0:1 unterlagen. Aufgrund des Torverhältnisse kamen sie aber als einer von drei Tabel-lenzweiten in die nächste Runde. Bei den Fans war die Wubranka allerdings die Nummer eins. Das Trikot mit dem blau-rot-weißen Lindenblatt der Sorben wurde zum Verkaufsschlager.

 



11 (2012-05-26) HILMAR BÜRGER

Ein neues Buch von Klaus Blume

Unser Laptopwerker Klaus Blume aus Hamburg ist schon seit vielen Jahren ein erfolgreicher Buchautor.

In diesem Jahr erscheint im Rotbuch-Verlag sein neustes Werk „Die Dopingrepublik Eine (deutsch)-deutsche Sportgeschichte“. Jetzt erfolgte die Vorankündigung.

 

Er setzt sich mit dem Doping im Spitzensport in Ost und West auseinander, nennt Fakten und beleuchtet die Hintergründe und Schicksale. Diesem Buch liegte eine eingehende, jahrelange Recherche zu Grunde.

 

Das Buch wird im November erscheinen, 288 Seiten umfassen und ca. 17 Euro kosten

 

HB



10 (2012-05-18) BERND MORCHUTT

Fotos: Palomar SRL



Knautsch-Navi für die Hosentasche

Wir, die viel und gerne reisen, leben jetzt in paradiesischen Zeiten. Früher mussten wir vor jeder längeren Reise ein Sortiment an Faltkarten anlegen, oder der unhandliche Shell-Atlas fiel uns auf den Fuß.

 

Heute fahren wir natürlich mit Navi/GPS. Auch die Missverständnisse aus der Anfangszeit sind inzwischen ausgemerzt. Meine Frau ist nicht mehr eifersüchtig auf die nette Frauenstimme, die sie durch das Telefon hören kann. Auch der Kollege konnte gerettet werden, der wegen einer fehlenden Brücke unsanft in einem Fluß landete.

Doch was passiert, wenn wir das Auto verlassen und uns per pedes die Sehenswürdigkeiten einer bislang unbekannten Metropole erobern möchten. Natürlich – wir brauchen den guten alten Stadtplan.

 

Dank der revolutionären Idee des italienischen Designers Emanuele Pizzolorusso gibt es jetzt aber die zerknautschbaren Stadtpläne (Crumpled City Maps), die sich ganz einfach in die Hosentasche stecken lassen. Es stören keine zerrissenen oder falsch gefalteten Karten mehr. Diese leichten, widerstandsfähigen und wasserresistenten Stadtpläne überstehen jede noch so unsanfte Behandlung.

 

Inzwischen gibt es die „Crumpled City Maps“ für weltweit 31 Städte – darunter auch für Berlin, Hamburg und München. Die Knüll-Pläne für die bayerische Hauptstadt sind momentan leider vergriffen, was sicher an den zahlreichen Besuchern des Champions- League-Finales liegt.

 

Aber „good news“ für alle Olympia-Gäste Londons – für das Event das Jahres werden sicher genügend Knautsch-Karten (in Beuteln verpackt) im Angebot sein.

Für Vielreisende empfiehlt sich vielleicht sogar eine Collection Box (mit drei oder fünf Karten), da wird der einzelne Stadtplan billiger als 12 € pro Stück.

 

Bernd Morchutt (Crumpled City™ is a trademark of Palomar SRL)



9 (212-05-12) BERND MORCHUTT

Saßen diese baskischen Fans im Budapester Nepstadion?

Foto: Archiv Morchutt

Basken-Flop in Budapest

Nie besuchten mehr ausländische Touristen die rumänische Hauptstadt als am 9. Mai 2012 zum Finale der UEFA Europa League. 25.000 Fans gaben insgesamt zehn Millionen EURO in Bukarest aus.

 

10.000 spanische Schlachtenbummler aus Madrid und Bilbao übernachteten in den Hotels der Stadt. Darüber hinaus logierten 10.000 Auslands-Rumänen während dieser Zeit in der City.

Die 22.000 Hotelzimmer der Hauptstadt waren zu 95 Prozent ausgebucht. Mit durchschnittlich 2,5 Übernachtungen und den erhöhten Zimmerpreisen von zirka 120 €/pro Nacht verdienten die Hotels ungefähr drei Millionen €. 15.000 zusätzliche spanische Touristen reisten per Charterflügen in die Endspielstadt und verließen diese unmittelbar nach dem Match.

 

Jeder der insgesamt 25.000 Spanier gab etwa 150 € für Essen, Getränke und andere Einkäufe aus, was wiederum dem lokalen Business sechs Millionen € Extra-Einnahmen bescherte.

Der Shuttle-Verkehr vom und zum Internationalen Flughafen Henri Coanda war mit einer Million € am warmen Geldregen beteiligt.

 

Bukarest hätte sogar noch mehr profitieren können.

Etwa 400 Basken landeten in Budapest und stellten erst dort fest,

dass die Stadt zwar auch sehr schön ist, aber für den Abend kein Fußballspiel mit Athletic Bilbao angesetzt war.

 

Bernd Morchutt (Romania insider)

 



8 (212-04-27) BERND MORCHUTT

Oben: Land's  End - First and Last Refreshment House in England. Hier beginnt der Fackellauf im Gastgeberland der Olympischen Spiele 2012; unten: Ticket für das Ende der Welt.

Repro und Foto: Archiv Morchutt

London hat Feuer gefangen

Es geht hier nicht um den 2. September 1666, als zwischen ein und zwei Uhr morgens ein riesiges Feuer ( Great Fire of London) ausbrach, das binnen vier Tagen mehr als 70.000 Häuser der Stadt zerstörte. Nein, die Route für den Olympischen Fackellauf steht fest. Die Zeremonie beginnt in Südwestengland in der märchenhaft schönen Grafschaft Cornwall. Am 18. Mai 2012 trifft die Flamme aus Griechenland ein. Einen Tag später startet die 70-tägige Fackeltour in Land`s End – dem westlichsten Zipfel Englands.       

 

8.000 Menschen (Torchbearers) – jeder mit einer Strecke von 300 Metern – bringen die Flamme in alle Teile Großbritanniens.In der ersten Woche geht die Reise des Feuers über Plymouth, Exeter, Taunton, Bristol, Cheltenham, Worcester bis nach Cardiff – the capital city of Wales. Die goldene Olympia-Fackel ist 80 cm lang und soll allen britischen Wetterbedingungen standhalten.

 

Der Verlauf der letzten beiden Tage ist noch nicht endgültig fixiert. Die Fackelträger werden über Westminster, Hampton Court den Olympic Park erreichen, damit am 27. Juli 2012 die dritten Olympischen Spiele nach 1908 und 1948 in London eröffnet werden können.

 

Bernd Morchutt (BBC News)



7 (212-04-23) BERND MORCHUTT

Foto: Archiv Morchutt

Wenn ohne Black Money nichts geht

Vor wenigen Tagen sorgte ein Artikel von Associated Press (AP) für internationales Aufsehen. Darin werden die außerordentlichen Erfolge eines rumänischen Arztes bei der Rettung kranker Babies gewürdigt.

 

Dr. Catalin Cirstoveanu leitet eine Spezialabteilung des Bukarester Kinderkrankenhauses Marie Curie. Seit der Eröffnung vor eineinhalb Jahren wurde dort aber kein Baby behandelt. Bis das medizinische Personal alle technisch-materiellen Voraussetzungen dafür geschaffen hätte, wäre sehr viel Schwarzgeld notwendig gewesen.

 

Das ist Ausdruck der allgegenwärtigen Korruption im rumänischen Gesundheitswesen. Chirurgen fordern „Black Money“ bevor sie operieren, um Leben zu retten. Das Pflege- und Betreuungspersonal verlangt ein paar zusätzliche Scheine, damit der Patient allein in einem Bett liegen darf, die Bettwäsche gewechselt oder die Medizin verabreicht wird. Stattdessen fliegt Dr. Cirstoveanu die Kinder nach Westeuropa und lässt sie dort bakschischfrei behandeln.

 

„Um ehrlich zu sein, diese Zustände sind so tief in unserem System verwurzelt, dass es wirklich schwierig ist, sie auszumerzen“ , sagte der zuständige rumänische Gesundheitsminister Ladislau Ritli gegenüber AP. Die Eltern der geretteten Kinder sind voll des Lobes über die heldenhaften Anstrengungen des Kinderarztes. „Cirstoveanu ist mehr als ein Held – er ist ein Gott für uns und die Kinder“, sagte der Vater eines der unter diesen außergewöhnlichen Umständen geheilten Kinder.

 

Bernd Morchutt (nach AP), 23.04.2012



6 (2012-04-05) BERND MORCHUTT

Ausschnitt aus dem Londoner U-Bahnplan mit den prominenten Sportlernamen.

Repro: LW

Nach Wimbledon über Boris Becker

Londoner U-Bahn würdigt Legenden des Sports

Zu den Olympischen Sommerspielen 2012 in London erhalten alle Stationen des U-Bahn-Netzes neue Namen. Es geht nicht darum, das für Fremde verwirrende Streckensystem zu vereinfachen oder etwa noch komplizierter zu gestalten. Jeder der 361 Haltepunkte würdigt eine olympische Sportlerpersönlichkeit.

 

Verantwortlich für die Olympia-Version der „London Underground“ sind der ehemalige Sportjournalist der BBC Alex Trickett und der Sporthistoriker David Brooks.

 

Die sportliche „Tube“ bleibt trotzdem übersichtlich, denn jeder Abschnitt des Liniennetzes repräsentiert eine olympische Sommersportart. Da sind die Leichtathleten, Schwimmer, Boxer, Gewichtheber, Turner, Segler oder Tennisspieler gewissermaßen unter sich.

 

Die wichtigsten Stationen zu den Olympischen Stätten sind Stratford und Stratford International im Osten Londons. Deshalb wurden zwei der berühmtesten Olympioniken - Michael Phelps und Cassius Clay/Muhammad Ali - als Namensgeber ausgewählt.

 

Wer im Olympia-Sommer nach South Wimbledon fahren möchte, passiert die Haltestellen

Steffi Graf (Balham),

Boris Becker (Tooting Bec) und

Michael Stich (Tooting Broadway).

 

Andere deutsche Sporthelden gaben ihren Namen für folgende „Tube stops“:

Heike Drechsler (Barbican),

Kornelia Ender (Roding Valley),

Birgit Fischer (South Harrow),

Carsten Fischer (Headstone Lane),

Ruth Fuchs (Ruislip Manor),

Reiner Klimke (Hampstead Heath),

Marita Koch (East Putney),

Roland Matthes (Holland Park),

Ulrike Meyfarth (Croxley),

Wolfgang Nordwig (Rickmansworth),

Kristin Otto (Woodford),

Ralf Schumann (South Tottenham),

Jochen Sch(ü)uemann (Oakwood) und

Hans Günter Winkler (Gospel Oak).

 

Bernd Morchutt (Olympic Legends Tube Map), 05.04.2012

 



OlympicLegendsTubeMap2012-2.pdf
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5 (2012-03-30) BERND MORCHUTT

Foto: Morchutt

Laptopwerker gehören zur Mehrheit

Dreiviertel der Europäer sitzen am Computer

Im Jahr 2011 nutzten mehr als 75 Prozent der Bevölkerung der Europäischen Union im Alter zwischen 16 und 74 Jahren einen Computer. Bei den 16- bis 24-Jährigen liegt der Durchschnitt in den 27 Ländern der EU sogar bei 96 Prozent.

Schweden erreicht in der Altersgruppe 16 bis 74 mit 96 Prozent den Spitzenwert. Deutschland belegt in diesem Ranking Platz 7. Am schlechtesten schnitten in der Statistik Rumänien und Bulgarien ab. Nur 50 bzw. 55 Prozent der 16- bis 74-Jährigen schalteten dort mindestens einmal im Jahr einen Computer ein.

 

Computernutzung 2011 in der EU

 

 

     

 

Personen, die mindestens einmal einen Computer nutzten -

prozentual an der Gesamtbevölkerung

 

 

Länder der

Alter:

 

Alter:

 

Europäischen Union

16 bis 74

 

16 bis 24

 

 

 

 

 

 

1.   Schweden

96 %

 

100

%

2.   Niederlande

94 %

 

100

%

3.   Luxemburg

94 %

 

100

%

4.   Dänemark

94 %

 

99

%

5.   Finnland

93 %

 

100

%

6.   Großbritannien

91 %

 

100

%

7.   Deutschland

89 %

 

99

%

.

 

 

 

 

.

 

 

 

 

.

 

 

 

 

21.   Litauen

68 %

 

99

%

22.   Portugal

64 %

 

98

%

23.   Zypern

62 %

 

96

%

24.   Italien

61 %

 

90

%

25.   Griechenland

59 %

 

97

%

26.   Bulgarien

55 %

 

87

%

27.   Rumänien

50 %

 

81

%

eurostat newsrelease 47/2012 - 26. März 2012

 

 

Bernd Morchutt – 29.03.2012

4 (2012-03-15) BERND MORCHUTT

Foto: Archiv Morchutt

Besser arm dran, als Arm ab?

Eurostat, das Statistikbüro der Europäischen Union, veröffentlichte in dieser Woche die regionalen Kaufkraftindices innerhalb der EU. Danach lagen im Jahre 2009 zweiundzwanzig Regionen mit ihrem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf – dem Index des Lebensstandards – unter 50 Prozent des europäischen Durchschnitts.


Das geringste Niveau verzeichneten der Nordosten Bulgariens (Region Pleven) mit 27% vom Durchschnitt, der Mittlere Norden Bulgariens (Region Veliko Tarnovo) und der Nordosten Rumäniens (Moldova) mit 29% sowie der Mittlere Süden Bulgariens (Region Plovdiv) mit 31%.


Unter den 65 Gebieten mit einem Level unter 75% des europäischen Standards befinden sich fünfzehn in Polen, sieben in der Tschechischen Republik und Rumänien, sechs in Ungarn, fünf in Bulgarien, vier in Griechenland, Frankreich (überseeische Gebiete) und Italien, drei in Portugal und der Slowakei, zwei in Großbritannien sowie jeweils eine Region in Spanien, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen.


Führend in diesem Ranking sind Inner London (die zwölf zentralen Stadtbezirke) mit 332% des europäischen Durchschnitts, das Großherzogtum Luxemburg mit 266%, Brüssel mit 223%, Hamburg mit 188% und die Region Bratislava mit 178%.

Bei den deutschen Ländern liegt an zweiter Stelle Bremen mit 160%, gefolgt von Hessen mit 140%, Bayern mit 134% und Baden-Württemberg mit 126%.


Das niedrigste BIP pro Kopf in Deutschland haben Sachsen-Anhalt und Thüringen mit 84,2%, Mecklenburg-Vorpommern mit 84,4% und Brandenburg mit 85,1% gemessen am Durchschnitt in der Euröpäischen Union.

 

Bernd Morchutt/eurostat newsrelease 38/2012-13.03.2012



3 (2012-03-04) BERND MORCHUTT

Foto: Archiv Morchutt

Wintersportmuseum gerettet

Oberhof kann aufatmen. Aus Kreisen der Landesregierung in Erfurt verlautete in diesen Tagen, dass es nun wohl doch eine Zukunft für die Thüringer Wintersportausstellung geben wird.

 

Seit zwanzig Jahren existiert diese eindrucksvolle Leistungsschau des Wintersports, die auch außerhalb Thüringens einen sehr guten Ruf besitzt. Viele ehemalige und aktuelle Spitzensportler stellten ihre Medaillen, Sportgeräte und Ausrüstungen zur Verfügung, damit die zahlreichen Besucher aus dem In- und Ausland einen Blick auf und hinter die großen Erfolge werfen können.

 

Die zuständigen Gremien des Freistaates versicherten dem Leiter und maßgeblichen Initiator der Wintersportausstel-

lung - Jan Knapp -, dass es auch nach seinem altersbedingten Ausscheiden zu einer Fortsetzung des Engagements kommen wird. Es würden alle materiellen und personellen Voraussetzungen geschaffen, damit dieser einmalige Fundus aus 100 Jahren Wintersport in Thüringen auch weiterhin einem breiten Publikum zugänglich ist. Auch der Standort des Museums im Zentrum Oberhofs – im Oberen Hof – soll beibehalten werden.

 

Bernd Morchutt, 03.03.2012



2 (2012-02-28) BERND MORCHUTT

Mihai Tufa.

Foto: Archiv Morchutt

Zu Fuß rund um die Welt

Am 16. Januar 2012 startete der Rumäne Mihai Tufa in Harrogate, North Yorkshire/England, eine sportliche Leistung der besonders extremen Art. Zu Fuß möchte er 60.000 Meilen zurücklegen und damit die Welt umrunden. Ausnahmen gestattet er sich nur, wenn es gilt, Ozeane zu überwinden. Das erste Teilstück führt den in England lebenden 26-jährigen Fotografen in vier bis fünf Monaten in seine Heimatstadt Vaslui im Osten Rumäniens. Der Besuch bei seinen Eltern wird etwas länger ausfallen, da er auch alle Visa-Angelegenheiten und Impfungen erledigen muss.

 

Selbst bis dahin ist aber noch ein weiter Weg, da er sich gerade in Frankreich befindet. Nach seinem Rumänien-Abstecher geht es dann weiter durch Moldawien, Ukraine, Russland, Kasachstan bis nach China. Er hofft, auch Nepal und Indien zu besuchen. Via Indochina wird er Australien und Neuseeland erreichen.

 

Amerika durchquert er von Alaska bis Tierra del Fuego (Chile, Argentinien). Die Afrikaroute reicht von Südafrika bis Marokko. Von dort wird er den Schlussabschnitt über Portugal, Spanien, Frankreich bis zurück nach Großbritannien in Angriff nehmen.

 

Mihai Tafu möchte während seiner fünf- bis siebenjährigen Wanderung mindestens 100.000 Britische Pfund (ca. 118.000 €) für drei Charity-Organisationen sammeln sowie über das Gesehene und Erlebte schreiben. Seine „World Photo Tour“ ist offen für Spenden, die per payPal oder seine Website geleistet werden können.

 

Bernd Morchutt/Romania insider

1 (2012-02-16) BERND MORCHUTT

Hohe Auszeichnung für Serbiens Tennisstar Novak Djokovic - rechts Staatspräsident Tadic.

Foto: Tanjug/Archiv Morchutt

Novak I.

Novak Djokovic , der Weltranglistenerste im Tennis , wurde gestern mit der höchsten staatlichen Auszeichnung geehrt, die sein Heimatland, die Republik Serbien,  zu vergeben hat.

Anläßlich des serbischen Nationalfeiertages erhielt er gestern aus den Händen von Präsident Tadic den „Karadjordje Stern“ ersten Grades.
Mit diesem Orden wird Djokovics hervorragender Beitrag  als weltweiter Botschafter der Republik Serbien gewürdigt.

Die Tradition dieser Auszeichnung reicht bis ins Jahr 1904 zurück als König Petar I. Karadjordjevic erstmalig diesen Stern an Zar Nikolai V. und den türkischen Sultan Mehmed V. verlieh.

Für Novak Djokovic  war es nach dem „Laureus Award 2012“ innerhalb von wenigen Tagen die zweite Würdigung seiner überragenden Leistungen und imponierenden Persönlichkeit.